Innovative Geschäftsmodelle im Wärmemarkt – es muss nicht immer disruptiv sein

07. Dezember 2016

Innovative Geschäftsmodelle im Wärmemarkt – es muss nicht immer disruptiv sein

Der „schlafende Riese“ Wärmemarkt scheint langsam zu erwachen – zum einen hat die Politik erkannt, welche Effizienz- und CO2-Reduktionspotenziale im Wärmemarkt liegen und zum anderen fahren sowohl etablierte als auch neue Akteure ihre Aktivitäten im Wärmemarkt hoch.

Nukleus neuer Geschäftsmodelle ist dabei häufig kein innovativer Smart-Home-Ansatz oder eine besonders clevere Effizienz-App, sondern der einfache Heizungstausch. Mit rund 700.000 neuen Heizkesseln p. a. ist der Markt entwickelt und kann sofort bespielt werden. Dabei muss nur eine zentrale Frage beantwortet werden: Wie kann der etablierte Prozess (Zusammenspiel von Kesselherstellern/Großhändlern/Handwerk/Kunde) verbessert werden, so dass Mehrwert für den Kunden und für das Stadtwerk entsteht? Gemeinsam mit unseren Kunden haben wir unterschiedlichste Geschäftsmodelle im Wärmemarkt bis zur Marktreife entwickelt und die dazugehörigen Business Cases erarbeitet. Zwei Beispiele möchten wir vorstellen: 

THERMO BOX (Stadtwerke Düsseldorf AG u. a.)

Der THERMO BOX Ansatz, den die Stadtwerke Düsseldorf gemeinsam mit der GC Gruppe (einem der  führenden Großhändler für Heizungstechnik) und dem lokalen Handwerk auf die Beine gestellt haben, optimiert den Heizungstausch insbesondere aus Sicht der Handwerker. Über die THERMO BOX Plattform können die Handwerker mit wenigen Klicks Angebote erstellen, Aufträge und Kundenanfragen verwalten, Teilebestellungen auslösen, Contracting-Verträge mit den lokalen Energieversorgern abwickeln und die Qualität des gesamten Prozesses Heizungstausch drastisch erhöhen.

Die THERMO BOX wird von den Stadtwerken Düsseldorf auch als White-Label-Lösung für andere Stadtwerke/EVU und deren lokales Handwerk angeboten.

Innogy SE Hauswärme Heizungskauf / Heizungscontracting

Innogy hat sich entschieden ein stark disruptives Modell, das mit den tradierten Strukturen im Heizungsmarkt bricht, umzusetzen. Dem Endkunden wird der Austausch der Heizung durch ein modernes Gas-Brennwertgerät zum Festpreis angeboten. Das Handwerk profitiert dabei von der Vertriebskraft von Innogy.

Sollte der Kunde gerade knapp bei Kasse sein oder besonderen Wert auf ein hohes Maß an Service legen, können die Festpreisangebote bequem im Rahmen eines Heizungscontractings abgewickelt werden. Der Kunde erhält dann im Rahmen eines Wärmeliefervertrags ein Rundumsorglos-Servicepaket. In der monatlichen Rate sind neben Instandhaltung und Wartung z. B. auch die Kosten für den Schornsteinfeger enthalten.

Die beiden Beispiele zeigen, dass es nicht das eine Geheimrezept für erfolgreiche Geschäftsmodelle im Wärmemarkt gibt. Ob gemeinsam mit dem Handwerk, ob mit oder ohne Contractingleistungen etc. – letztendlich entscheidend über Erfolg und Misserfolg neuer Geschäftsmodelle im Wärmemarkt ist der tatsächlich generierte Kundenmehrwert. 

Gerne unterstützt die nymoen strategieberatung auch Ihr Haus bei der Entwicklung neuer innovativer Geschäftsmodelle im Wärmemarkt.

 

Kontakt:

Immo Klaus Drobnik
Senior-Berater
Handlungsbevollmächtigter 

nymoen strategieberatung gmbh
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