Klimaschutz braucht eine Merit-Order der Nachhaltigkeit für Wärmelösungen

20. Juni 2018

Deutschland verfehlt die Klimaziele 2020 massiv:

In ihrem kürzlich veröffentlichten Klimaschutzbericht 2017 geht die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze davon aus, dass Deutschlands seinen Ausstoß von Treibhausgasen im Vergleich zu 1990 nur um nur um 32 % senken kann. Zwischen dem gesetzten und dem erreichbaren Ziel klafft eine Lücke von 8 %, das entspricht 100 Mio. t CO2.

Bereits der alten Bundesregierung war klar, dass die ehrgeizigen Klimaziele nicht gehalten werden können. Ursache für die Zielverfehlung sind vor allem Defizite in der Wärmewende und im Verkehrssektor. Aus diesem Grund hat die letzte Bundesregierung im Klimaschutzplan 2050 differenzierte Sektorziele festgelegt. Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, sollen die Sektorziele nun bis Ende des Jahres rechtlich verbindlich in einem Klimaschutzgesetz festgeschrieben und umgesetzt werden. Im Wärmemarkt müssen bis zum Jahr 2030 rund 50 Mio. t CO2 jährlich eingespart werden. Analog zur Kohlekommission wird es eine Kommission geben, die die Sektorziele mit wirksamen Maßnahmen unterlegt.

Wärmelieferung als Beitrag für eine sozialverträgliche Wärmewende:     

Neubaumaßnahmen sind nicht das Problem; für sie gelten EnEV, EnEG und EEWärmeG und voraussichtlich noch in diesem Jahr das neue GEG (Gebäudeenergiegesetz). Der große Hebel für Emissionsminderung liegt im Gebäudebestand. Anbieter von Fern- und Nahwärme sowie dezentrale Wärmeversorgungslösungen müssen möglichst schnell auf nachhaltige Wärmekonzepte bei der Versorgung von Bestandsgebäuden setzen. Klimaschutz braucht im Bestand eine Merit-Oder der Nachhaltigkeit für Wärmelösungen, die neben dem Preis auch die Qualität (PEF/CO2/EE-Anteil) der Wärmelieferung bewertet. Die konsequente Einbindung von erneuerbaren Energien, Umwelt- und Abwärme, KWK-und Effizienztechnologien in der zentralen und dezentralen Versorgung sorgen für Emissionsminderung bis zur vollständigen Sanierung der Gebäudebestände entsprechend ihres Lebenszyklus. Nachhaltige Wärmekonzepte leisten einen Beitrag für eine sozialverträgliche Wärmewende, denn sie verursachen im Vergleich zur Sanierung häufig geringe CO2-Vermeidungskosten. Versorger, die innovative und nachhaltige Versorgungslösungen anbieten, haben einen Wettbewerbsvorteil.

DEW21 setzt künftig auf nachhaltige Wärme

DEW21 hat die Bedeutung nachhaltiger Wärme erkannt und sich erzeugungs-, aber auch produktseitig im Wärmemarkt wettbewerbsfähig aufgestellt. DEW21 setzt auf industrielle Abwärme und die Nutzung effizienter KWK-Lösungen. DEW21 stellt von Dampf auf Heißwasser als Wärmeträger um und reduziert so Leitungsverluste. Darüber werden der PEF auf 0,45 und die lokalen CO2-Emissionen massiv gesenkt. Neubauquartiere werden von  DEW21 über smarte Quartierskonzepte mit integrierter Versorgung von kombinierten Strom-, Wärme- und Mobilitätslösungen versorgt. Ein neues Wärmeprodukt ist in Planung, dass die Qualität der Wärmelösung, d.h. ihre Emissionsfracht und ihren PE-Faktor, in den Vordergrund der Kundenentscheidung stellt und die Qualität der Wärme bepreist. DEW21 will die alte Wärmewelt mit neuer Erzeugung, neuer Verteilung, neuen Quartieren und innovativen Produkten revolutionieren und entstauben.  

nymoen|strategieberatung begleitet DEW21 im Transformationsprozess. Das Team von nsb unterstützt in Dortmund bei Technologiewahl, Investitionsplanung, Produktentwicklung und Vertriebsplanung.  

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